Vortrag über den Bildungsweg zum Hauptschullehrer

 

Gleich von Beginn an wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass durch den Vortrag nicht für das Hauptschullehramt geworben, obgleich gerade viele neue Lehrer gebraucht werden, sondern nur darüber informiert werden solle.

Nach dieser kurzen Einleitung und der Vorstellung von Herrn Dr. Bredl  ging es auch sofort los und wir erfuhren, dass es die Möglichkeit gibt, nach dem Fachabitur Hauptschullehramt zu  studieren, indem man zuerst zwei Semester soziale Arbeit an der FH studiert. Danach besteht die Möglichkeit, ganz regulär Hauptschullehramt  zu studieren. Weiterhin informierte Herr Dr. Bredl über die verschiedenen Bildungswege und welche Studiengänge man mit der FOS 13 belegen kann.

 Uns wurde auch ans Herz gelegt, dass wir uns, falls die Neigung da sei, etwas in diese Richtung zu machen, noch einmal Gedanken machen sollen, ob wir die Lust und Kraft haben, unser Leben lang Hauptschüler zu unterrichten, da man erst im Referendariat vor einer Klasse steht und eventuell erst dann merkt, dass das Ganze nichts für einen ist und dadurch viel Zeit durch das Studium verloren hat.

Wenn man sich natürlich für die Hauptschule entscheidet, hat man vier Fächer, die man später unterrichten kann und zuvor zu studieren hat. Ein Hauptfach (Englisch, Mathematik usw.) sowie zwei Nebenfächer (wie Erdkunde, Biologie usw.)  und ein musisches Fach sind hierbei zu wählen. Nach dem siebten Semester folgt dann das erste Staatsexamen, sprich die erste Prüfung, welche anscheinend durchaus zu schaffen ist. Nach erfolgreichem Bestehen dieser Prüfung, d.h. mit einem Notenschnitt von mindestens 3,5, geht es für zwei Jahre ins Referendariat, das man wiederum mit dem Ablegen der zweiten Staatsexamensprüfung beendet.

Als Hauptschullehrer ist man gleichzeitig Lehrer sowie Bezugsperson und Ansprechpartner für die Schüler, weshalb man auch die vorher genannten zwei Semester soziale Arbeit am Anfang belegen muss. Im Laufe der Zeit kann man sich auch, anders als in Gymnasien, in mehreren Fächern spezialisieren.

Abschließend gab Dr. Bredl uns den Tipp, uns einmal mit einem FH-Studenten zu unterhalten, um herauszufinden, wie die Praxis in der Realität aussieht und um festzustellen, ob uns dieser Studiengang wirklich gefällt. Außerdem sollte klar sein, dass ein Lehrer ein bayerischer Beamter ist und somit eine Vorbildfunktion inne hat und somit z.B. nicht streiken darf, jedoch sein ganzes Berufsleben unkündbar ist. Als letzten Punkt betonte er die gute Chance für Ausländer mit deutscher Staatsbürgerschaft, die, da sie oftmals die Sprache der Kinder sprechen, als bessere Vermittler dienen können und sogar zum Ausbilder für Lehrer in Migrationsfragen werden können.

Gerade in diesem Bereich brauchen die Kinder Lehrer, die engagiert, offen und hoffnungsvoll den Jugendlichen entgegentreten.

 

Maximilian Melville